Adolf Sauerland klebt am Amt


Trotz Demonstrationen vor dem Rathaus in Duisburg bleibt Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) an seinem Sessel kleben. Wiederholt erklärt er, daß er aufklären will, und dies könne er nur, wenn er im Amt bleibt. Eine eigenartige Logik!

Mit jedem Tag, den Sauerland sich weigert, Konsequenzen zu ziehen, schwinden seine Möglichkeit, noch halbwegs in Würde sein Amt zu verlassen. Von Tag zu Tag verdichtet das Bild des uneinsichtigen Politikers, der sich beharrlich weigert, die politische Verantwortung für das Desaster bei der Loveparade zu übernehmen. Statt dessen klebt Sauerland am Amt und erklärt, von den Warnungen nichts gewußt zu haben. Sollte dies stimmen, wäre dies allein auch schon ein Grund für einen Rücktritt.

Als oberster Chef der Verwaltung trägt Sauerland die politische Verantwortung, und es wird Zeit, daß er sich dessen bewußt nimmt und von seinem Amt zurücktritt. Die politische Verantwortung zu übernehmen bedeutet letztlich ja nicht, die juristische Schuld für die Vorfälle zu übernehmen. Sauerland bringt sich indes in ein schiefes Licht, wenn er weiterhin die politischen Konsequenzen verweigert. Er wäre nicht der erste Politiker, der erst unter massivem öffentlichen Druck seinen Sessel räumt. Einen Gefallen tut er sich und der politischen Kultur damit jedoch nicht.

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