Rot-Grün in der Gauck-Falle


Das Schaulaufen um das Amt des Bundespräsidenten hat heute eine interessante Wendung genommen: Das FDP-Präsidium hat sich für Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten ausgesprochen. Sigmar Gabriel hat in einer Sondersendung des ZDF auch bereits mitgeteilt, daß auch rot-grün Gauck wieder unterstützten würde – sie können auch nicht anders, nachdem sie ihn bereits letztes Mal vorgeschlagen hatten.

Bei der letzten Bundespräsidentenwahl war Joachim Gauck der taktische Kandidat von rot-grün. Seine Nominierung hatte einen doppelten taktischen Grund: Als konservativer Kandidat sollte er – und hat es auch – das konservative Lager spalten. Und er sollte der SPD helfen, die Linkspartei vorzuführen, deren Ablehnung des stockkonservativen Kandidaten Gauck so gedeutet wurde, daß sie ihn wegen seiner früheren Tätigkeit als oberster Stasiakten-Verwalter abgelehnt hätten. Daß die Linke zahlreiche politisch-inhaltliche Gründe hatte, Gauck nicht zu wählen, war dabei einkalkuliert.

Jetzt sitzen Rot-Grün auf dem Kandidaten Gauck fest und werden ihn unterstützen müssen, weil sonst das ohnehin schon taktische Spielchen aus der letzten Bundesversammlung endgültig zur Peinlichkeit verkommt. Die Frage ist nur, ob die Bevölkerung auch wirklich einen Bundespräsidenten haben möchte, der die berechtigten Demonstrationen gegen die Banken, die mit ihren Zockergeschäften die Zukunft des Landes und seiner Bevölkerung aufs Spiel setzen, als albern bezeichnet.

Joachim Gauck kümmern die sozialen Belange der Menschen nicht. Er ist Befürworter der neoliberalen Agenda 2010 und hat mit seiner Banken-Äußerung gezeigt, auf welcher Seite er steht. Würde er zum Bundespräsidenten gewählt, wäre er der Bundespräsident der Eliten und Banker und nicht des Volkes. Zu danken hätten wir dies dann dem taktischen Manöver von rot-grün. Hoffen wir, daß uns dieser GAU(ck) erspart bleibt.

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