Vision oder Fission? Die Dauerkrise der Sozialdemokratie

Vision oder Fission? Die Dauerkrise der Sozialdemokratie

Leseprobe Vision oder Fission?

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 entschied sich die SPD, den Europa-Politiker Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten zu machen. Der seinerzeitige Parteichef Sigmar Gabriel fand, daß Schulz nicht so mit der ungeliebten großen Koalition verbunden werde wie er selbst und ließ Schulz den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur.

Nach einem fulminanten Start wählte die SPD Schulz mit 100% der Stimmen auf einem Parteitag zum Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten. Die Werte der SPD bei den Meinungsumfragen stiegen wieder an und zum ersten Mal seit längerer Zeit schien es möglich, daß wieder ein Sozialdemokrat Bundeskanzler würde. Doch schon nach den ersten Landtagswahlen 2017 im Saarland begann der Abstieg. Der Stern des Martin Schulz sank so schnell wie er gestiegen war.

Das Buch befaßt sich mit der Ära Martin Schulz und seinem Wahlkampf. In einem zweiten Teil des Buches geht es dann nach dem Rücktritt Martin Schulz‘ um die Wahl Andrea Nahles‘ zur Parteivorsitzenden, den Eintritt der SPD in die vierte große Koalition und den weiteren Weg in den Abgrund. Dabei wird nach den Ursachen Ausschau gehalten und gezeigt, wo ein Teil der Probleme liegt.

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Klappentext:

Im September 2017 erlebte die SPD in den Worten ihres seinerzeitigen Vorsitzenden Martin Schulz eine »krachende Niederlage«. Das Ergebnis der Sozialdemokraten war das schlechteste in der Geschichte der Partei seit Entstehen der Bundesrepublik Deutschland. Der Vorsitzende verkündete noch am Wahlabend, daß die große Koalition mit diesem Ergebnis beendet sei. Dies führte zu Erleichterung und Zustimmung in der SPD.

Doch nach dem Scheitern von Jamaika rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den SPD-Chef zu sich und im Anschluß an das Treffen sollte es nun doch zu Sondierungsgesprächen über eine große Koalition geben, die in Koalitionsverhandlungen mündeten. Wie schon vor vier Jahren stieß dies auf Widerstand in der Partei, der diesmal allerdings deutlich heftiger ausfiel.

Einmal mehr wurde innerparteilich der Ruf nach Erneuerung laut, diesmal besonders deutlich vorgetragen durch die Jusos und ihren Vorsitzenden Kevin Kühnert. Der Mitgliederentscheid zur Teilnahme der SPD an einer großen Koalition mit den Unionsparteien brachte jedoch eine klare Zustimmung zur Fortsetzung der Regierung unter Angela Merkel. Auch die im Anschluß getroffene Entscheidung, Andrea Nahles zur Parteivorsitzenden zu machen, könnte die Erneuerung der Partei eher erschweren statt sie zu fördern.

Dieses Buch zeichnet den Weg der SPD von der Nominierung Schulz‘ über den Absturz der Partei bei der Bundestagswahl und ihren schwierigen Weg zur Regierungsbildung und der Wahl einer neuen Parteichefin nach. Diskutiert werden hierbei auch die Fragen, welche Alternativen es gegeben hätte.

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